Wiederaufbereitung von Ersatzteilen – Auswirkungen des Wandels im Automobilmarkt auf das Remanufakturing

Insight Automotive Elektrifizierung mit KI

Remanufakturing – die Wiederaufbereitung gebrauchter Produkte bei mindestens gleicher Qualität – hat eine Vielzahl ökonomischer und ökologischer Vorteile. Viele OEMs, sowohl im PKW als auch Nutzfahrzeugbereich, haben daher in der Vergangenheit Reman-Programme als einen zentralen Bestandteil ihrer Kreislaufstrategie implementiert. Schätzungen gehen davon aus, dass der Anteil von wiederaufbereiteten Teilen am gesamten Automotive Aftermarket bis zu 32.8% beträgt.

Vor allem bei Sortimenten mit hohem Materialwert, hohen Neuteilpreisen und standardisierten Prüf- und Wiederaufbereitungsprozessen wie beispielsweise Tauschmotoren, Getriebe oder Turbolader bietet Reman eine gute Möglichkeit, für qualitativ hochwertige Ersatzteile einen zweiten Preispunkt zu setzen und somit preislich ein Gegengewicht zu OES- oder IAM-Teilen zu bilden. Aufgrund des Umbruchs in der Automobilindustrie ändern sich jedoch gerade die Voraussetzungen für das Remanufakturing-Geschäft. In diesem Insight Automotive wollen wir beispielhaft ein paar Änderungen und deren Auswirkungen sowie mögliche Ansätze für das Reman-Geschäft der Zukunft aufzeigen.